iamo: intelligente automatisierte Mobilität
16.10.2026
Selbstfahrende Fahrzeuge im Furttal: sffv-Mitglieder blicken hinter die Kulissen
Das Furttal, ganz in der Nähe der Stadt Zürich, wird zur Pilotregion für die Mobilität von morgen. Das Swiss Transit Lab, die Kantone Zürich und Aargau sowie die SBB setzen hier pilotweise selbstfahrende Fahrzeuge ein. Das Projekt läuft unter dem Namen «iamo», was für «intelligente automatisierte Mobilität» steht. Ziel ist es, das Potenzial automatisierter Fahrzeuge für den Einsatz im öffentlichen Verkehr zu erproben.
Am 15. Oktober 2026 waren 15 interessierte Flotten- und Mobilitätsmanagerinnen und -manager vor Ort und erhielten von Projektleiter Andreas Jossen eine ausgezeichnete Einführung ins Projekt. Besonders spannend war der Blick hinter die Kulissen: Bis das erste Fahrzeug selbstständig unterwegs sein konnte, brauchte es rund 36 Monate Vorbereitung. Dazu gehörte unter anderem die Kartografierung sämtlicher Wege im Einsatzgebiet. Gleichzeitig wurden gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen ASTRA die regulatorischen Grundlagen erarbeitet. Die Zusammenarbeit mit den Behörden und mit allen beteiligten Partnern beschreibt das Projektteam als hervorragend.
Die Technik an Bord
Im Einsatz steht ein Nissan Ariya, ausgerüstet mit modernster Sensorik: 11 Kameras und 8 zusätzliche Sensoren erfassen laufend die Umgebung. Die Automatisierungstechnologie stammt von WeRide, die Fahrgast-App von ioki. Damit zeigt iamo, wie Fahrzeugtechnik, Software und digitale Buchung zu einem durchgängigen Mobilitätsangebot zusammenwachsen.
Selbst erlebt: Mitfahrt im autonomen Fahrzeug
Höhepunkt des Besuchs war die Mitfahrt. Die Teilnehmenden erlebten, wie souverän das Fahrzeug den Verkehr meistert, ob im Kreisel oder an der Ampel. Ein Eingreifen ist praktisch nicht mehr nötig. Hinter dem Lenkrad sitzt zwar noch ein Operator, künftig soll eine Person jedoch aus dem Büro gleich mehrere Fahrzeuge überwachen können.
Zusätzlich durften die Teilnehmenden in einem selbstfahrenden Bus Platz nehmen, der am Flughafen Zürich bereits im Einsatz steht. Ein eindrücklicher Beweis dafür, dass automatisierte Mobilität in der Schweiz schon heute Realität ist.
Was bedeutet das für Flotten?
Automatisiertes Fahren ist längst kein reines Zukunftsthema mehr. Projekte wie iamo zeigen, welche Voraussetzungen für den Alltagseinsatz geschaffen werden müssen, von der Infrastruktur über die Regulierung bis zur Akzeptanz bei den Nutzenden. Für Flotten- und Mobilitätsverantwortliche lohnt es sich, diese Entwicklung frühzeitig zu verfolgen.
Ein herzliches Dankeschön an Andreas Jossen und das ganze iamo-Team für die offenen Einblicke.
Mehr zum Projekt: iamo.swiss
























